Liebeserklärung an die Deutsche Bahn

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe heute eine Fahrkarte (Hin- und Rückfahrt) für den Fernverkehr mit einem durch Bahn-Bonus erhaltenen Gutschein gekauft. Vier Stunden nachdem ich die Fahrkarte gekauft hatte erfuhr ich davon, dass ich einen Tag früher fahren muss als ich bereits gebucht hatte. Ich bin deshalb nochmals zurück zum Schalter, um diese Änderung vornehmen zu lassen. Mir wurde freundlicherweise mitgeteilt, dass eine Umbuchung ausgeschlossen sei, da dies eindeutig im Tarifvertrag so festgelegt sei. Daraufhin rief ich die Kunden-Hotline der Bahn an, die mir allerdings das gleiche sagte.

Unverschämtheit und Kundenfeindlichkeit hat einen Namen: Deutsche Bahn

Da für normale Fahrkarten die Möglichkeit einer Umbuchung nach Kauf der Fahrkarte besteht, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, warum dies bei Fahrkarten, die über Gutschein gekauft wurden, nicht möglich ist. Es spielt auch gar keine Rolle, was der Grund für diese ungeheuerliche Frechheit und Kundenverarschung ist. Wenn die Deutsche Bahn tatsächlich Kundenservice betreiben würde und diesem Unternehmen die Kunden wichtig wären – denn ohne Kunden könnte die DB den Laden schließen – würde ich mich nicht mit solchen Ärgernissen herumschlagen müssen. Erstens ist es absolut dreist und eine Unverschämtheit, dass nur bestimmte Kontingente von der Bahn für Fahrkarten, die mit Gutschein bezahlt werden, vorhanden sind. Da offenbar pro Zug nur sehr wenige Kontingente festgelegt sind, wird der Kauf einer Fahrkarte per Gutschein zu einem extremen Geduldspiel, weil auf vielbefahrenen Strecken selten mal ein Platz frei ist – sogar wenn man zwei Wochen (!!) vorher versucht zu buchen. Ich bin sicher nicht der Einzige, der seine Fahrt nicht einen Monat im Voraus buchen kann, weil sich das nur kurzfristig entscheiden lässt. Das Zweite und Beste ist aber, dass mir von einem Ihrer Mitarbeiter mitgeteilt wurde, dass es sehr wohl noch genügend freie Plätze in Zügen gibt, in denen ich mit einem Gutschein nicht mehr buchen kann – eben weil das festgelegte Kontingent bereits voll ist und die Deutsche Bahn lieber Bargeld als Gutscheine nimmt.

Finden Sie das in Ordnung, die Kunden so über den Tisch zu ziehen, indem Sie derartige Vorschriften erdenken?! Es gibt freie Plätze in Ihren Zügen, aber ich darf trotzdem nicht mitfahren. Herzlichen Dank! Zwei Jahre spart man sich die Punkte zusammen, um dann so einen Mist zu erleben. Über 2.000,- Euro (!!!) habe ich in dieser Zeit in Ihr Unternehmen mit meinen Fahrten inkl. Bahncard 50 gepumpt, um mich dann auf’s Neue über Sie zu ärgern.

Lug, Betrug, Abzocke und Vorschriften von vorne bis hinten

Die Ironie des Ganzen ist, dass ich den jetzigen Gutschein nur deshalb von Ihnen bekommen habe, weil ich auf den ersten Gutschein, den ich mit meinen Bonuspunkten eingelöst hatte, zwei Monate warten musste. D.h. also, dass es eine “Wiedergutmachung“ Ihrerseits war, weil die Deutsche Bahn Mist gebaut hat und jetzt kann ich mit dieser Pseudo-Wiedergutmachung überhaupt nichts anfangen. Diesen Gutschein hätten Sie sich also auch schenken können, denn damit habe ich nichts wie Ärger gehabt! Der Gutschein ist Lug und Betrug! Sie machen so viele Auflagen, dass man kaum in der Lage ist, den Gutschein einzulösen. Man kann nicht zu normalen Fahrzeiten damit fahren. Was nützt er mir also?! Anstatt, dass Sie dem Kunden entgegenkommen, machen Sie genau das Gegenteil, indem man sich jetzt zum zweiten Mal damit auseinandersetzten und rumschlagen muss. Verschonen Sie mich in Zukunft mit Ihren Fahrgutscheinen, ich werde nie wieder eine solche Prämie einlösen. Das hat wirklich dem Ganzen die Krone aufgesetzt!

Ebenfalls eine unverschämte Abzocke ist Ihre Service-Hotline, die den Namen nicht verdient, weil man dafür als Kunde auch noch 0,14 Cents die Minute zahlen muss – als wäre man noch nicht genug gestraft damit, dass man ein Problem hat. Nein, Sie schlagen aus Ihren Fehlern, die Sie tagtäglich in Massen bauen, auch noch Kapital zu Lasten der Kunden!! Unfassbar! Zum Himmel schreihend!

Wenn SIE ein Dienstleistungsunternehmen sind, dann weiß ich nicht, was ein wirkliches Dienstleistungsunternehmen ist. Anstatt, dass Sie Ihr Unternehmen nach den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden ausrichten, drängen Sie allen Ihre unverschämten Regelungen und Vorschriften auf, die die Rechte jedes Kunden mit Füßen treten und nur dazu da sind, Vorteile für die Deutsche Bahn herauszuschlagen! Ihnen ist doch völlig egal, ob Kunden eine oder zwei Stunden später ankommen, Hauptsache Sie haben das Geld kassiert.

»Das Wort Kunde wird bei Ihnen so klein geschrieben, dass man es nicht mal mehr mit dem Mikroskop lesen kann«

Der Kunde: das unbekannte Wesen

Wenn Sie die Bestimmungen so machen würden, dass jeder Kunde davon profitiert, dann wären solche Beschwerdeschreiben wie dieses nicht notwendig, Sie bräuchten weniger Personal in der Beschwerdestelle und würden mir + Tausenden von anderen Kunden und sich selbst wertvolle Zeit/Kosten sparen. Es kann nicht angehen, dass sich das Unternehmen auch noch bei Gutscheinen irgendwelche Hintertürchen offen lässt, die der Kunde dann ausbaden darf. Sie können keinem Kunden dieser Welt zumuten für jede Sache noch Ihre speziellen AGBs durchzulesen, weil Sie wieder irgendwo reingeschrieben haben, dass dem Kunden die Prämie nur dann und dann zusteht, wenn er dies und jenes tut usw. Kundenunfreundlicher, nein kundenfeindlicher geht es nicht mehr! Damit werden Sie von Tag zu Tag unglaubwürdiger, von Vertrauen gar nicht erst zu sprechen und Ihr Ruf ist sowieso schon lange ruiniert. Das wird sich auch nicht mit Ihrem neuen Vorstandsvorsitzenden ändern, denn das, was Sie im Nahverkehr an Erstattungen für Verspätungen neu vorgenommen haben und von den Medien noch zum Erfolg hochstilisiert wurde, ist in vielen EU-Staaten seit langem Gang und Gebe. Versuchen Sie also nicht den Kunden Sand in die Augen zu streuen, indem Sie sie mit solchen lächerlichen Zugeständnissen abspeisen. Hier geht es um viel mehr, nämlich einem Grundverständnis, was Serviceorientierung und Dienstleistung bedeutet + ausmacht.

Sie haben mich bereits in den vielen Jahren, in denen ich Bahn gefahren bin, reichlich Nerven, Zeit und Geld gekostet, aber mit dem Fahrgutschein-System haben Sie sich in Punkto ungenügender Kundenorientierung selbst übertroffen!

Fakt ist, dass mit Ihnen überhaupt niemand mehr fahren dürfte. Wenn es eine andere Möglichkeit geben würde, würde ich Ihre Leistungen nie mehr in Anspruch nehmen. In meinem Bekanntenkreis gibt es Dutzende von Fällen, die genauso eine Pleite mit Ihnen erlebt haben wie ich. Diese Leute sind alle der gleichen Meinung wie ich, Sie halten von der Deutschen Bahn nämlich überhaupt nichts. Tiefer geht es nicht mehr. Und jeder inkl. Ihnen weiß, dass Sie sich diesen Mist nur leisten (können), weil Sie Monopolist sind und den Leuten die kein Auto besitzen die Alternativen fehlen.

Mein Fazit:

»Das Unternehmen DB ist eine einzige Katastrophe«

Weiter so, dann ist Ihnen auch Ihr schlechter Ruf, der Spott, Hass und die Verärgerung der Leute über so viel Dreistigkeit, Unverschämtheit, Abzockertum, Kundenfeindlichkeit und Inkompetenz in Zukunft bombensicher!

Mit freundlichen Grüßen

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